Ausflugstipps für den Odenwald (und nähere Umgebung) - Seite I
Der Kaiserturm auf der Neunkircher Höhe (605 m ü. NN – höchster Berg im hessischen Teil des Odenwaldes) ist 34 m hoch. Er ersetzte 1906 einen an gleicher Stelle
stehenden Holzturm aus dem Jahre 1888, der in einer Sturmnacht (Febr. 1904) zerstört wurde. Kaisertürme und Kaiserwarten sind Denkmäler, die bis 1918 zu Ehren der
deutschen Kaiser im Deutschen Reich oder für den Kaiser Franz Joseph (Österreich-Ungarn) errichtet worden sind. Die Errichtung dieser Türme und Warten war u.a. auch dazu gedacht, um dem sogenannten
Bismarck-Kult, in dessen Zuge beispielsweise viele Bismarcktürme errichtet worden sind, entgegenzutreten. Im Kaiserturm auf der Neunkircher
Höhe befindet sich die „höchste Wirtschaft“ des Odenwaldes. (Nur am Wochenende geöffnet) Unweit des Turmes entspringt das Flüsschen Gersprenz.
Zu erreichen:
Landstraße Winterkasten – Neunkirchen, Parkplatz Weinberg, Hinweisschilder vorhanden, ca. 30-45 Min.
Ireneturm auf der Tromm im Schneeschauer
Es ist Mitte November und die
Tromm legt zum ersten Male ihr Winterkleid an. Mit 577 m ü. NN ist dieser Berg der fünfthöchste im Odenwald. Der
Irene-Turm
(erbaut 1910, 27 m hoch) wurde nach der Prinzessin von Hessen-Darmstadt benannt. Der Turm kann bestiegen werden. (Schlüssel muss geholt werden.) Der Tromm-Höhenzug ist bewaldet und markiert die
Grenze zwischen dem kristallinen (oder vorderen oder westlichen) Odenwald und dem Buntsandstein- (oder hinteren oder östlichen) Odenwald. Siehe auch „
Exkursionsführer“!
Zu erreichen:
Parkplatz "Tromm", am Sendemast (Sichttafel vorhanden)
Folgen Sie dem Wanderweg 2 (vom Parkplatz in den Wald und dann links)
Waldsee im Herbst
Hier ein Wandertipp für die, welche ihr naturkundliches Wissen wieder auffrischen möchten:
Beginnend am Bürgerhaus in Mörlenbach folgen Sie dem „Naturkundlichen Wanderweg“. 20 Schautafeln vermitteln Ihnen auf diesem Wanderweg Wissenswertes zur
heimischen Landschaft, zur Tier- und Pflanzenwelt. Die Gesamtlänge des Wanderweges beträgt ca. 8 km (Dauer etwa 2-3 Std.)
Zu erreichen:
Mörlenbach – Bürgerhaus, Parkplätze vorhanden
Bismarckwarte
Bestimmt kennen Sie einen der 146 Bismarck-Türme. Früher sollen es sogar 234 gewesen sein, und selbst in Papua-Neuguinea, Chile, Kamerun und in Tansania standen solche Bauwerke.
Der Bismarck-Turm bei Lindenfels steht auf der Litzelröder Höhe (452 m ü. NN, erbaut 1906/07 und wird Bismarckwarte genannt)
Naturdenkmal
Nur wenige Meter vom Turm entfernt steht ein Schild, das ein
Naturdenkmal ausweist: Hier steht Biotitschiefer an der Oberfläche, der durchdrungen ist von hellem rötlichen
Granit. Dieser Schieferzug trennt den Gabbro im Norden vom Granit im Süden. Die Geologen haben diesen
Schieferzug von Heppenheim bis Reichelsheim nachgewiesen. (Siehe auch
„
Kleiner Exkursionsführer", Teil II)
Zu erreichen:
B 47 Bensheim – Lindenfels, im Ortsteil Litzelröder großer Parkplatz direkt an der B 47, schöner Blick auf Burg und Stadt Lindenfels, Aufstieg zur Bismarckwarte (Hinweisschild vorhanden), auch
möglich: mit PKW direkt zum Turm, Parken am Waldrand, von hier schöne Wanderwege auf den Höhen
Am Stadtrand von Weinheim liegt auf einer Anhöhe das sogenannte Raubschloss. Eine Tafel berichtet, dass nur einmal das „Schloss“ in schriftlichen Quellen (1303) erwähnt wurde.
Heute erinnert nur noch wenig an diese Burganlage. Der Name „Raubschloss“ soll aus dem Volksglauben, dass hier einst ein Raubritter die Kaufleute, die durch das Gorxheimer Tal zogen, ausgeraubt
hätte, entstanden sein.
Benutzen Sie vom Parkplatz den Wanderweg Nr.1, um zum Raubschloss zu kommen. Bereits nach wenigen hundert Metern erläutert ein Schild den „
Schälwald“, den Sie jetzt
durchwandern. Typisch für diesen „historischen“ Wald sind die wulstigen Verdickungen am Fuße der Eichenstämme. Weinheims Rotgerber (siehe auch Gerberbachviertel in Weinheim –
hier klicken) benötigten Eichenrinde für das Gerben. Dafür wurden 15 – 20 jährige Eichen gefällt. Da dies wiederholt geschah ( „auf den Stock setzen“),
entstanden diese Verdickungen.
Zu erreichen:
Richtung Gorxheimer Tal, am Schwimmbad zum Parkplatz „Bannholz“ (ca. 100m geradeaus), Wanderkarte am Parkplatz vorhanden, Wanderweg Nr.1, nach ca. 50 m links zum Raubschloss (ca. 60 Min.
Rundweg)
Um zu dem Raubschloss zu kommen, müssen Sie direkt an der Tafel „Raubschloss“ einem Trampelpfad (rechts von der Tafel) folgen, der zuerst fast zugewachsen und deshalb kaum zu erkennen ist. Ein
altes verwittertes Holzschild zeigt Ihnen dann (nach ca. 150 m) an, dass Sie das „Schloss“ gefunden haben.
Die „Römische Villa Haselburg“ aus dem 2.Jh. unserer Zeitrechnung (Gemeinde Hummetroth bei Höchst/Odenwald) ist ein Gutshof aus der römischen Besiedlungszeit. Diese
Ausgrabungsstätte ist ein Freilichtmuseum und jederzeit zu besichtigen. Die sogenannte „Villa Haselburg“ ist die bisher größte und am besten erforschte Anlage der mehreren hundert Gutshöfe, die es in
Hessen gibt.
Zu erreichen:
Landstraße Brensbach – Höchst/Odenwald, auf der Berghöhe (nahe des Ortes Hummetroth) direkt neben der Straße befindet sich die Ausgrabungsstätte, Hinweisschild beachten, Parkplatz vorhanden
Siehe auch hier! (Neckar-Odenwald-Limes)
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Modell des römischen Ausgrabungsstätte
Gutshofes
Gagernstein
Relativ unbekannt sind die Felsburgen bei Steinau. Entstanden durch die Wollsackverwitterung sind diese Felsen in ihrer Größe imposante Erscheinungen. Vom Parkplatz „Am
Gagernstein“ können Sie das „kleine Felsenmeer“, den „Gagernstein“, die Felsengruppe „Rimdidim“ erwandern und die kleine Höhle oberhalb des „Gagernsteines“ (als Hilfe: Folgen Sie dem weißen Kreuz!)
suchen.
Zu erreichen:
Landstraße zwischen Brandau und Groß-Bieberau (Fischbachtal), im Ort Steinau folgen Sie dem weißen Hinweisschild „Gagernstein“, am Ortsende befindet sich der Parkplatz „Am Gagernstein“, Tafel
mit eingetragenen Wanderwegen vorhanden, Wanderweg Nr.2 - steiler Anstieg zum Berggipfel, ca. 30 bis 45 Min.
Zinauer Schlösschen
Wandern Sie vom Parkplatz "Gagernstein" in die entgegengesetzte Richtung (siehe Schautafel mit Wanderwegen), dann kommen Sie ebenfalls zu einer imposanten Felsburg, die als Zinauer
Schlösschen bezeichnet wird. (ca. 20 - 30 Min,)
Im Tierpark
Inmitten des Odenwaldes liegt der idyllische Bergtierpark Erlenbach. Eingebettet in einer herrlichen Landschaft findet man hier
Gebirgstiere aus fünf Erdteilen.
Die Tiere leben in großzügigen Freianlagen, die ihrer natürlichen Umgebung nahezu entsprechen. Aufgrund dieser artgerechten Haltung sind fast das ganze Jahr über Jungtiere zu
bestaunen. Auf einen ein Kilometer langen Rundweg kann man die Tiere – vom Alpaka bis zum Zwergesel – ganz aus der Nähe betrachten und auch füttern!
Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Öffnungszeiten und Preise entnehmen Sie bitte hier:
www.bergtierpark-erlenbach.de
Herbstwanderung
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Wie wäre es mit einer „Morgenwanderung“ über die Höhen des Odenwaldes?! Sie können bei klarem Wetter das Nebelwallen in den Tälern beobachten und Sie selbst genießen die wärmenden
Sonnenstrahlen. Ein Vorschlag könnte sein: Vom Parkplatz „Eichenschlag“ am Ortsrand von Vöckelsbach zum Bildstock (Wanderweg Nr. 3, ca. 30 Min.) oder weiter bis zu
den „Götzensteinen“ (Wanderweg Nr. 3 und 4, ca. 60 Min.).
Zu erreichen:
Landstraße zwischen Mörlenbach und Waldmichelbach, Abzweig Vöckelsbach – Ortsende Vöckelsbach Richtung Geisenbach (Hinweisschild „Naturparkplatz“)
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Zu Ehren der Mutter Gottes ist dieser Bildstock von Peter Weber und seiner Ehefrau Maria 1795 aufgestellt worden.
(Um ein Bild zu vergrößern, klicken Sie drauf!)
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Nees-Stein
Wandern Sie vom Parkplatz „Dehnbuche“ zum „Nees-Stein“. Vorbei am „Steinernen Tisch“ - solche Lagerplätze wurden im 18./19. Jh. für die
landesherrschaftlichen Jagdgesellschaften geschaffen – kommen Sie nach weiteren 500 m zum Gedenkstein. Er erinnert an die Zeiten als auch im Odenwald die Wilddieberei noch alltäglich war. Auf
der Tafel des Geoparks kann man lesen: „Im Jahre 1835 wurde ein Wilddieb vom Gräflichen Wildmeister Ernst Nees auf der Flucht erschossen. Nach einer langen Gerichtsverhandlung besagte das
richterliche Urteil, der Wildmeister habe in berechtigter Notwehr gehandelt. Die Freunde des Getöteten, allen voran der Lange Gilles, wollten sich damit nicht abfinden. So trafen sie sich auf dem
„Hohen Zorn“ und schworen dem Wildhüter Rache ...“ Wie geht es weiter mit der Moritat? Diese Tafel steht am „Steinernen Tisch“.
Zu erreichen:
Parkplatz „Dehnbuche“, Landstraße zwischen Rohrbach und Mossau, Wanderweg Nr. 3 oder dem Zeichen „blaues Quadrat“ (ist kürzer) folgen, ca. 30-40 Min.
Wegekarte für den Exotenwald
Der Weinheimer Exotenwald, er grenzt an den Schlosspark, wurde 1872 von Christian Freiherr von Berckheim angelegt. Wurden zunächst längs der Wege wertvolle Bäume gesetzt,
so pflanzte man später zwischen diesen Alleen fremdländische Bäume (aus Nordamerika, Kleinasien, Nordafrika und dem Mittelmeergebiet). In den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts kamen
insbesondere japanische und ostasiatische Pflanzen hinzu. Seit 1955 im Besitz des Landes Baden-Württemberg ist der Exotenwald auf fast 60 ha gewachsen und umfasst heute rund 140 verschiedene
Baumarten.
Sehenswerte Baumbestände: Mammutbäume (55 m hoch), Zedern, Zypressen
Bäume im leuchtenden „Herbst-Kleid“: Zuckerahorne, Scharlacheichen, Hickory, Tulpenbäume, Kuchenbäume, Weinahorne
Zu erreichen:
Folgen Sie im Weinheimer Stadtgebiet den braunen Hinweisschildern „Schloss“ oder „Exotenwald“. (Parken im Stadtgebiet – nahe Schlosspark)
Die Veste Otzberg liegt auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges (368 m ü. NN). Wahrscheinlich um 1200 erbaut, wurde sie erstmalig 1231 urkundlich erwähnt. Die Burg wechselte
häufig die Besitzer, wurde wiederholt belagert und eingenommen, diente für nicht mehr aktive Soldaten als Invalidengarnison, die Gefangene bewachen mussten und war 1803, nachdem die Burg in
hessischen Besitz überging, Staatsgefängnis. Der Bergfried („weiße Rübe“ genannt) ist der älteste Teil der Burganlage (Höhe 17 m). Der etwa 50 m tiefe Brunnen gehört zu den tiefsten in Hessen.
Ein 1788 eingebautes Tretrad erleichterte die Wasserentnahme.
Basaltsäulen
Die Burg ist auf einem alten tertiären Vulkankegel erbaut. Direkt unterhalb des Burgberges findet man einen geologischen Aufschluss, der die Säulenstruktur des Basalts sehr
schön erkennen lässt.
Zu erreichen:
In der Gemeinde Hering (bei Reinheim – ca. 7 km entfernt), die zu Füßen der Burg liegt, sind mehrere Parkplätze ausgewiesen. Empfehlung: Fahren Sie bis Mitte Ort, dann dem Parkschild (schmale
Straße) folgen, Parkplatz direkt unterhalb der Burg. 80 m vom Parkplatz finden Sie den geologischen Aufschluss. Berühmt ist auch der Ostermarkt in Hering.
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