Erbach im Odenwald
Die Kreisstadt Erbach - im Buntsandstein-Odenwald (oder Hinteren Odenwald) gelegen - wird in absehbarer Zeit nicht wie geplant mit der benachbarten Stadt Michelstadt zu
Erbach/Michelstadt fusionieren. Geprägt wird das Stadtbild von mittelalterlichen Fachwerkhäusern, vom Flüsschen Mümling, welches mitten durch die Stadt fließt, und natürlich von dem Schloss der
Grafen zu Erbach-Erbach.
Hinter der spätbarocken Fassade, die zum größten Teil aus Holz und Blech besteht, das nur steinfarben überstrichen ist, verbirgt sich das Rohmauer- und Fachwerk der alten gräflichen Burg. Wie
nahezu alle deutschen Kleinfürstentümer und Grafschaften versuchten die Grafen zu Erbach-Erbach den Prunk des französischen
Sonnenkönigs zu imitieren. Zum Schloss-Ensemble gehört auch die ebenfalls spätbarocke Orangerie mit dem Schlossgarten. Hier konnte eine
Bürgerinitiative in den 1970er Jahren deren Abriss und den Bau eines Hotelhochhauses anstelle der Orangerie verhindern.
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Weithin bekannt ist der Erbacher Wiesenmarkt, der alljährlich im Spätsommer viele Tausende auf die „Wiesen“ lockt.
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Weltweit einzigartig ist das Deutsche Elfenbeinmuseum Erbach. Der letzte Reichsgraf von Erbach, Franz I., führte 1783 die Elfenbeinschnitzerei ein. Da 1989 der Handel mit Elfenbein verboten
wurde, verwenden die Elfenbeinschnitzer heute Mammut-Elfenbein, das in den Böden des Perma-Frostes in Sibirien in großen Mengen gefunden wird. Dieses Museum beinhaltet aber nicht nur wunderschöne
Schnitzereien, sondern ist auch Gastgeber für Wanderausstellungen. So war „Ötzi“ hier zu Besuch, wie auch das Mammut.