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Das Naturschutzgebiet "Weschnitzinsel"

Teil des NSG "Weschnitzinsel"
Teil des NSG "Weschnitzinsel"

Wikipedia zum NSG "Weschnitzinsel":

 

Die Weschnitzinsel liegt im Südosten von Lorsch, zwischen Neuer Weschnitz und einem Damm des Hochwasser-Rückhaltebeckens. Das Naturschutzgebiet hat eine Fläche von 200 Hektar. Ökologisch betrachtet handelt es sich um die Reste einer einstmals riesigen Wiesenfläche, die sich zwischen Lorsch, Heppenheim, Weinheim und Viernheim erstreckte. Neben dem Kiebitz (Vanellus vanellus) brüten auf der Weschnitzinsel Steinkauze (Athene noctua), Rebhühner (Perdix perdix), Fasane (Phasianus colchicus), Wachteln (Coturnix coturnix), Feldlerchen (Alauda arvensis) und Grauammern (Miliaria calandra). Seit 2002 wird durch gezielte Flutung der Altmäander versucht, das Ökosystem für eine Reihe von Vogelarten noch attraktiver zu machen. Durch diese Maßnahme kehrte die Bekassine nach über 50 Jahren Abwesenheit wieder zum Brüten auf die Weschnitzinsel zurück.

 

Auf der Homepage der Stadt Lorsch war nachzulesen (Artikel ist leider gelöscht!):


"Vom kleinen Bergpieper über die Bekassine bis zum Kranich

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Nach den ersten drei Wochen der Flutung der Altmäander über das neue regulierbare Auslaufbauwerk verzeichneten die Gebietsbetreuer bereits hervorragende Vogelbeobachtungen. Die ersten Pfützen lockten nicht nur viele Stockenten, Fischreiher und zurückgebliebene Weißstörche an; man beobachtete auch den seltenen Bergpieper in mehreren Exemplaren sowie Knäkenten und Krickenten. Dass immer wieder Bekassinen zu beobachten sind, erfüllt die Vogelfreunde mit besonderer Freude. Schließlich ist die Bekassine seit über fünfzig Jahren als Brutvogel der Weschnitzinsel verschwunden. Ihr wiederholtes Erscheinen im Naturschutzgebiet indessen lässt zumindest auf eine stete Präsenz hoffen. Erstaunen und Freude auch über das nächtliche Verweilen von ungefähr 70 Kranichen(in der Nacht vom 31.Oktober auf den 1. November - in den gefluteten Altmäandern auf ihrem Weg nach Süden). Bereits Nächte zuvor hätten Kraniche in stattlicher Anzahl die Altmäander aufgesucht, wie man den Betreuern des Gebietes mitteilte. Erfahrungsgemäß weiß man, dass die Vögel zur Nachtruhe vornehmlich Flachwässer aufsuchen, in denen sie geschützt vor Fressfeinden, wie Fuchs und Marder, die Nacht verbringen, um am folgenden Tag in gewohnter Keilformation ihre Reise fortzusetzen. Mit mehr Feuchte auf der Weschnitzinsel hoffen die Naturschützer auf weitere seltene Zugvogelarten."

Aktuell:

 

Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Flusslauf der Weschnitz durch den Menschen verändert. Zwei Flussarme gibt es seit dieser Zeit. Um das Land vor Hochwasser zu schützen wurden Deiche gebaut.

Bei Wikipedia zu lesen: „Diese Wiesenlandschaft zeichnete sich ursprünglich durch einen hohen Grundwasserspiegel und regelmäßige Überschwemmungen durch die beiden Weschnitzarme (Alte Weschnitz und Neue Weschnitz) aus. Gerade zu Zeiten der Schneeschmelze führten die Bewohner dieser Landschaft einen regelrechten Kampf gegen die Hochwasser. In den 1960er Jahren wurden durch Begradigungen, Flussbettvertiefungen, Entwässerungen und Dämme diese Probleme weitgehend gelöst. Durch eine intensive Nutzung der Grundwasservorräte als Trinkwasser wurde zudem der Grundwasserspiegel um etwa 2 m abgesenkt. In der Folge konnten weite Teile der Wiesenlandschaft landwirtschaftlich genutzt werden. Landwirte wurden im Rahmen eines Aussiedlerprogrammes an der Weschnitzniederung angesiedelt.“

Und nun: Renaturierung! Auf der Info-Tafel für die Maßnahme heißt es: „Nach vielen Jahrzehnten im ‚Steinkorsett’ werden der Weschnitz bei Lorsch rund 3 Kilometer neues, natürliches Flussbett zurückgegeben. Auf rund 80 Hektar entsteht eine Flussaue mit extensiv genutztem Auengrünland, in der die Weschnitz ausreichend Platz erhält, sich frei zu entwickeln.“

 

Der Fluss wird zum Mäander und damit kommt es:

1.      zu regelmäßigen Überschwemmungen

2.      zu einer geringeren Fließgeschwindigkeit. Die Tiefenerosion wird eingeschränkt.

3.      zu Feuchtwiesen, die für viele sehr seltene Vogelarten Brutplatz sein wird.

4.      zu einem wichtigen Rastplatz für den Vogelzug. Geflutete Flächen bieten z. B. für Kraniche

         ideale Schlafplätze.

 

Da Feuchtwiesen heute kaum noch zu finden sind, sind diese Renaturierungsmaßnahmen äußerst wichtig für die Erhaltung unserer heimischen Flora und Fauna.

Auf www.echo-online.de ist ein sehr interessanter Artikel vom 12.1.2018 zur Weschnitzinsel  nachzulesen.

 

Entlang des NSG "Weschnitzinsel":

- Frondienstabschnittssteine

- Hauptabsperrbauwerk "Alte Weschnitz"

- Herrnbrücke (mit Beobachtungsturm)

- Reste des Klosters Hagen

 

(Um ein Bild zu vergrößern, klicken Sie drauf!)

Entlang der Weschnitz im nebligen Herbst:


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