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Wussten Sie …
… dass die berühmteste Kiefer Deutschlands im Odenwald wächst!
Seit mehr als 300 Jahren wächst die Waldkiefer (Pinus sylvestris) auf dem Wehrgang der Schildmauer des Auerbacher Schlosses. Sie hat Orkane, Dürren, Kriege und andere Katastrophen überstanden, kommt mit minimalem Wasserangebot aus und wird hauptsächlich durch die sogenannte Kronentraufe mit Wasser versorgt. Ihre Pfahlwurzel ist tief ins Mauerwerk gedrungen, jede kleinste Spalte, jeder Riss wird von den Wurzeln genutzt, um an begehrte Nährstoffe zu kommen. Trotz ihrer Größe ist diese Kiefer eigentlich nur ein Riesen-Bonsai - aber ein Naturwunder.
(Wird wöchentlich fortgesetzt!)
Bauernregeln - ein uraltes Kulturgut
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Bauernregeln sind Merksprüche (vornehmlich gereimt) für die Landbevölkerung, besonders über das Wetter und dessen Auswirkungen auf das Gedeihen der Feldfrüchte. (Definition entn. F.A.Brockhaus, Mannheim 2000)
Mai
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Wenn’s im Mai viel regnet, wird das Jahr gesegnet.
Donner und Fröste im Wonnemond, Müh' und Arbeit wenig lohnt.
Ist der Mai recht heiß und trocken, kriegt der Bauer kleine Brocken.
Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass.
Ein kühler Mai wird hochgeacht', hat stets ein gutes Jahr gebracht.
Grünt die Eiche vor der Esche, gibt's im Sommer große Wäsche.
Treibt die Esche vor der Eiche, bringt der Sommer große Bleiche.
1. Mai: Philippus und Jakobus, Walburga
Wenn die Sonne gut ist am 1. Mai, gibt es viel Korn und ein gutes Heu.
Kommt der 1. Mai mit Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall.
Philippi und Jakobi – viel freß' i, wenig hab' i.
(Die Bauern warteten auf die nächste Ernte; sie mussten mit ihren Vorräten auskommen.)
3. Mai: Kreuzauffindung, St. Jakobus, St. Philippus
Wie's Wetter am Kreuzauffindungstag, bis Himmelfahrt es bleiben mag.
Zu Philipp und Jakobi Regen, bedeutet viel Erntesegen.
4. Mai: St. Florian
War's an Ambrosius (4. April) schön und rein, wird's an Florian umso wilder sein.
Der Florian, der Florian, noch einen Schneemann/hut setzen (tragen) kann.
6. Mai
Wenn sich naht Sankt Stanislaus (7. Mai), schlagen alle Bäume aus.
Wenn sich naht Sankt Stanislaus (7. Mai), rollen die Kartoffel heraus.
7. Mai: Stanislaus
Wenn Tränen weint der Stanislaus, das tut uns gar nicht leid, es werden blanke Heller draus, in ganz kurzer Zeit.
(Tränen = Regentropfen; Heller = Silbermünzen aus Schwäbisch Hall)
10. Mai: Gordian
Der Gordian, der Gordian, der richtet oft noch Schaden an.
Dem Gordian, dem Gordian, man besser niemals trauen kann.
Kommt der Bott, kommt der Bott, regnet's wie aus einem Pott.
11. Mai: St. Mamertus (Eisheiliger)
(Eisheilige = Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie!)
Pankrazi, Bonifazi, Servazi sind drei frostige Lumpazi. Und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie.
Mamertus, Pankratius und hinterher Servatius, sind gar gestrenge Herrn, die ärgern die Bauern und auch die Winzer gern.
Mamertus, Pankratius, Servatius, die bringen oft Kälte und Verdruss, doch auch der Bonifazi, das ist erst ein Lumpazi.
12. Mai: St. Pankratius (Eisheiliger)
Wenn's an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert.
Ist Sankt Pankratius schön, wird guten Wein man sehn.
Wenn es am Pankratiustag schön ist, so ist das gutes Zeichen zu einem schönen und reichen Herbst.
13. Mai: St. Servatius (Eisheiliger)
Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
Nach Servaz kommt kein Frost mehr her, der dem Rebstock gefährlich wär'.
Servatius' Hund der Ostwind ist – hat manches Blümlein totgeküsst.
14. Mai: St. Bonifaz (Eisheiliger)
Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost
Wer seine Schafe schert vor Bonifaz, dem ist die Woll' lieber als das Schaf.
15. Mai: „Kalte Sophie“ (Eisheilige)
Die kalt' Sophie, die bringt zum Schluss ganz gern noch einen Regenguss.
Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.
Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei, schreien die Bauern und Winzer Juchei.
16. Mai: St. Nepomuk
Der Nepomuk uns das Wasser macht, dass uns ein gutes Frühjahr lacht.
Heiliger Sankt Nepomuk treib uns die Wassergüsse z'ruck.
24. Mai: St. Esther
Lein, gesät an Esthern, wächst am allerbesten.
25. Mai: St. Urban
Das Wetter um den St. Urban zeigt auch des Herbstes Wetter an.
St. Urban gibt der Kält’ den Rest, wenn Servaz noch was übrig lässt.
31. Mai: St. Petronella/Maria Königin
Gibt es an Petronella Regen, wird sich auch das Getreide/der Hafer legen.
Wer erst Hafer sät an Petronell, dem wächst er gerne, gut und schnell.
Ist es klar an Petronell, messt den Flachs ihr mit der Ell'.
Entn.: Wikipedia (gekürzt)
Christi Himmelfahrt: Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so auch der ganze
Herbst sein mag.
Pfingsten: Nasse Pfingsten, fette Weihnachten -
helle Pfingsten, dürre Weihnachten.
Auf trockenen Mai kommt nasser Juni herbei.
Wird fortgesetzt!
Interessante Links zum Thema Bauernregeln:
1. Bauernregeln und Wetterregeln
2. Bauernregeln
3. Bauernregeln - Bauernweisheiten
Hier können Sie den Wahrheitsgehalt der Bauernregeln für den Mai überprüfen.
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Der Abt Dr. Mauritius Knauer beobachtete in den Jahren 1652 bis 1658 tagtäglich das Wettergeschehen und glaubte, dass diese 7 Jahre für eine dauerhafte Wettervorhersage ausreichen würden. Später entstand aus diesen Beobachtungen des Abtes der "100-jährige Kalender".
Was sagt also dieser Kalender für das Jahr 2012 für Wetter voraus?